Börsenblatt: Über die Rückgewinnung von Lesern

6,4 Millionen verlorene Buchleser in fünf Jahren! Die Ergebnisse der exzellenten „Quo vadis“-Studie von GfK und Börsenverein lassen uns das Blut in den Adern gefrieren. Jetzt aufgeben? Nein, dann doch lieber die Buchbranche retten! Prof. Friedrich Figge und seine Studenten an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig haben die aus Ihrer Sicht besten Maßnahmen zusammengestellt:

  • Die 20- bis 49-Jährigen lesen immer weniger! Konzentrieren wir uns also auf die 50- bis 105-Jährigen…Leicht lesbare Buch­formate für Druck und Tablet sowie Lesehilfen, bis hin zu Daisy-Büchern für Sehbehinderte sind für sie attraktiv.
  • Sollen wir die gehetzten, digitaleren 20- bis 50-Jährigen aufgeben? Nein! Wenn diese jüngere Zielgruppe zwischen Kindern und Karriere ihre knappe Zeit zum Entschleunigen nutzen möchte, dann zum Beispiel mit Hörbüchern, mit mehr interaktiven Funktionen – ob zum „Blättern“ oder „Binge-Hearing“.
  • Auch Nichtbuchkäufer haben Sehnsucht nach Entschleunigung! Machen wir Buchhandlungen zu „Oasen der Entspannung“: Lesesessel, entspannende Musik, Community-Treffen. Schaffen wir neue Umsatzquellen mit Eintrittsgebühren für Events, gerade auch für Nichtleser, sowie Kaffee-, Kuchen- und Merchandise-Verkauf.
  • Wie müssten unsere Buchhandlungen dafür aussehen? Weniger Bücher, größere Übersichtlichkeit, bessere Leitsys­teme, gemütliche Leseecken und -räume, leichte Musik im Hintergrund, getrennte Zonen für Laufkundschaft und Buchgeniesser bis hin zur Buchlounge.
  • Das sind natürlich alles keine neuen Gedanken. Aber vielleicht lohnt es sich, immer mal wieder darüber nachzudenken. Den ganzen Artikel finden Sie im boersenblatt.net.